Bertolt Brechts „Offener Brief an die westdeutschen Künstler und Schriftsteller“
„Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtig nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.“
Hinter der Regierung in Bonn stehen die Machtinteressen der USA. Brecht macht fünf Vorschläge. Er fordert „völlige Freiheit“ des Buches, des Theaters, der bildenden Kunst, der Musik und des Films – jeweils mit einer Einschränkung:
„Keine Freiheit für Schriften und Kunstwerke, welche den Krieg verherrlichen oder als unvermeidbar hinstellen und für solche, welche den Völkerhass fördern.“
Die Warnungen, die Brecht formuliert, sind zeitlos.
Brecht sagt, er „halte es für vollständig wertlos, mit Kriegshetzern zu diskutieren. (…) Das sind Feinde der Menschheit. Und sie müssen vernichtet werden, so gut man sie vernichten kann. Sonst kann die Menschheit nicht weiter existieren. Das ist im Namen der Humanität absolut notwendig.“
Jetzt müssen sich die westdeutschen Kriegshetzer und Kriegstreiber warm anziehen. Hoffentlich ...