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Heute: 16.03.26

18.02.26


Kunst von Redaktion
inseriert: 24.02.26
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Reimund Groß Wenn der Hahn kei Kopp hat Ein Gedankenspiel Schönhauser Allee 26a, 10435 Berlin Reimund Groß* lebt seit 2011 als Theatermacher, Autor und Landarbeiter im Havelland. An diesem Abend mutet er euch seine absolut subjektive Weltsicht, garniert mit eigenen Songs zu. „Es kommt mir so vor, als könnten wir den Ausgang aus unserer selbstverschuldeten Unmündigkeit nicht mehr ertragen. Deswegen suchen wir jetzt den Ausgang aus unserer selbstverschuldeten Mündigkeit: Wie werden wir die Verantwortung für unsere eigenen Handlungen wieder los?“… * Normalerweise beschäftige ich mich künstlerisch mit „klassischen“ literarischen Texten, vom Roman bis zum Theaterstück, die ich zu Einpersonenstücken umarbeite und deutschlandweit in Schulen spiele, wo diese Texte prüfungsrelevant sind. Das ist meine künstlerisch-wirtschaftliche Arbeit, mein Lebenserhaltungskonzept, was im Moment mein finanzielles Auskommen bildet. Lange Jahre habe ich daneben – und wirklich sehr gern – auf Bauernhöfen gearbeitet, um finanziell möglichst unabhängig zu sein. Für mich war und ist der Satz „Kunst geht nicht nach Brot“ mein künstlerischer Grundansatz. Ich möchte kein Antragssprech lernen, möchte nicht ein Programm über Fontane oder sonst jemanden machen, weil es 2027 irgendwo Geld aus irgendwelchen Töpfen dafür gibt. Da melke, füttere ich lieber Kühe, miste Ställe aus oder steche Spargel, nehme auch gern eine Flex, eine Bohrmaschine oder auch mal eine Kettensäge und einen Hammer in die Hand, weil mein Kopf keine gedanklichen Vorgaben erträgt. Ich bin da ein bißchen naiv, aber geistige Anpassung entspricht absolut nicht meinem Naturell. Mit 63 Jahren beginne ich nun seit einiger Zeit, meine unangepassten Gedanken in eine künstlerische Form zu bringen. Dabei ist es mir vollkommen egal, ob die Gedanken abgeschmackt, uninteressant oder nicht auf der Höhe des Diskurses sind. Es sind meine! Für mich hätte sich die NATO 1992 auflösen müssen … Ich habe kein Geld, das hat mich nie interessiert, aber ich denke frei. Deswegen nenne ich mein Programm auch Ein Gedankenspiel. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir wieder lernen müssen, frei zu denken, sonst wird das Denken gedankenloses Denken, ein Konstrukt aus vorgegebenen Versatzstücken, die ohne Sinn und Verstand, nur dem einen Zweck dienend, dem sogenannten Mehrwert, zusammengeschustert werden. All das versuche ich, untermalt mit eigener, selbst erfundener Musik, an diesem Abend zu vermitteln. Und ich freue mich über alle, die Lust und Zeit haben, an diesem Abend dabei zu sein. Liebe Grüße, Reimund @Mittwoch, 18. Februar 2026, 19:30 Uhr, BAIZ

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