♦  Letzter Eintrag
21.06.24   18:05:09

Der Demokratische Witz der Woche


Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schränkt zunehmend die Pressefreiheit in seinem Land ein. Dies berichtet die New York Times unter dem Titel «Ein grosser Schritt zurück». Journalisten und Organisationen, die die Pressefreiheit überwachen, klagen über zunehmenden Druck und Beschränkungen, die weit über die sicherheitsbedingten Massnahmen im Kriegszustand hinausgehen. Oksana Romanjuk, Direktorin des Instituts für Masseninformation, beschreibt die Situation als «besorgniserregend», zumal da die Ukraine doch für Demokratie gegen eine Diktatur kämpfe.
Die breite ukrainische Fernsehnachrichtenlandschaft der Vorkriegszeit wurde nach Angaben der New York Times von Selenskyjs Regierung nach dem Februar 2022 zu einem «einzigen, staatlich kontrollierten Sender zusammengefasst». Oppositionelle Kanäle wurde geschlossen. Die Regierung begründe dies mit der Notwendigkeit, zuverlässige Nachrichten zu senden. Doch die Berichte seien überwiegend positiv – was dazu führe, dass eine Mehrheit der Ukrainer ihnen mittlerweile misstraue. Das US-Aussenministerium beklagte in einer Untersuchung «ein beispielloses Mass an Kontrolle über die Hauptnachrichten im Fernsehen».

Die Endsiegberichte dürfen nicht gestört werden! Bis zum allerletzten Ukrainer - ist anscheinend der Plan der teilweise auch Damenunterwäschetragenden Friedensstrategen aus dem Westen.

Zur Zeit findet in der Ukraine einen Menschenjagd auf kriegstüchtige junge Männer statt - die paradoxerweise nicht kriegstüchtig sein wollen ... . Was es alles so gibt?



© RUNKEL Grossansicht, Zurück zur Gesamtübersicht #artdisc.org Mediathek

coROMarrest XVI


Kunst von sc.Happy
inseriert: 09.04.20
Hits: 1797


artdisc.org Media Bild

Sind doch einige Dinge anders zwischen Rom und daheim. Fahrscheinverkauf zum Beispiel lässt sich hier nur über Automaten erledigen. Zu Hause hat man dafür seine eigenen Anlaufstellen, die nun aber dichtgemacht worden sind. In Rom lässt du dein Ticket durch den Apparat sausen und kannst dann durch die kniehohe Sperre gehen. In den Bahnen hier muss deshalb nie kontrolliert werden. Was gleich ist, sind die aufgeweckt herumfliegenden Vögelchen, ihr lebhafter Gesang, die hammerschönen Tage lang. Gleich geblieben, und aktuell nur mit Abstand zu erleben, ist, mit welcher Power der Frühling anhebt, uns frisches erstes Grün, unsicheres Schmetterlingsflattern und Gänseblümchen beschert. Ostern wird zur echten Herausforderung für jene, die das Ereignis stets in Familie begangen haben. Was der olle Goethe einst zum Lenz schrieb, damit liegt er aktuell peinlich daneben. Von wegen Frühlings holder, belebender Blick und im Tale grünet Hoffnungsglück. Hätten wir alle gern: Zog sich in rauhe Berge zurück, sendet von dort her, fliehend, nur ohnmächtige Schauer. Nix da mit Bildung und Streben, alles will sich mit Farben beleben. Die Sonne duldet das unsichtbare Virus. An Menschen fehlt’s schon eine Weile im Revier. Vorerst dringt aus keinem Tor buntes Gewimmel hervor und feiert die Auferstehung. Dafür herrscht zu viel Druck in den niedrigen Häusern und Gemächern. Handwerks- und Gewerbesbanden leiden unter Verboten und Stillstand. In den Straßen wich die quetschende Enge längst toter Leere. Aus dunkler Nacht werden nur immer weitere Todeszahlen ans Licht gebracht. Statt dass behend sich die Menge / durch die Gärten und Felder zerschlägt / Wie der Fluss in Breit’ und Länge / So manchen lustigen Nachen bewegt, ist die allgemeine Stimmung am Tiefpunkt und bis zum Sinken überladen, und es entfernt sich auch der letzte Kahn mitsamt der Hoffnung, wir könnten eigens in unsere farbigsten Kleider schlüpfen und mitten im Getümmel jauchzen, groß und klein ausrufen: Hier bin ich wieder Mensch, und jedermann darf es ebenso sein.