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05.12.22   17:06:05

Wer hat uns verraten? Oder die sozialdemokratische Tradition der Kriegskredite


Angelsächsischer Profit-Krieg, Protofaschisten im Einklang unter sich: Lettland Estland Litauen Ukraine ..., Relativierung der Judenvernichtung und dem Vernichtungskrieg gegen Russland - unter der Leitung der Deutschen und den völkischen Möchtegern-Verbündeten: Lettland, Estland, Litauen, Ukraine, ... .

Nach dem Treffen der Nato-Außenminister in Bukarest in der vergangenen Woche verstärkt die Ampel-Koalition ihre Waffenlieferungen an Kiew. Medienberichten zufolge schickt Deutschland weitere sieben Flugabwehrpanzer vom Typ Gepard an die ukrainische Armee. Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtet, dass die Panzer „derzeit vom Münchner Rüstungskonzern Krauss-Maffei Wegmann (KMW) instand gesetzt“ werden.

In seiner Rede machte Scholz deutlich, dass die deutschen Kriegsziele weit über Osteuropa hinausgehen. Er pries die „Umsetzung des Sondervermögens für die Bundeswehr von 100 Milliarden Euro“ und prahlte: „Wir sprechen hier über die größte Investition in unsere Streitkräfte seit ihrem Bestehen.“ Bei der von ihm ausgerufenen „Zeitenwende“ gehe es aber „um viel mehr als nur um ziemlich viel Geld“. Man brauche „von der Beschaffung bis zur Ausrüstung, von der Strategie bis in die Einsätze… mehr Entscheidungsfreude, mehr Risikobereitschaft und effizientere Strukturen“.

Vertreter der Nato-Staaten sprachen sich dafür aus, der Ukraine zu ermöglichen, auch Ziele in Russland selbst anzugreifen. „Wir sollten den Ukrainern erlauben, Waffen einzusetzen, um Raketenstellungen oder Flugplätze anzugreifen, von denen aus diese Operationen gestartet werden“, sagte der lettische Außenminister Edgars Rinkēvičs. Die Verbündeten sollten eine Eskalation „nicht fürchten“. In guter alter Tradition: Das Ausland reagiert jedes Mal auf Lettland empört, - auf die dort stattfindenden SS-Veranstaltung, die bis 2000 sogar offiziellen Status besaß. 2012 äußerte der Europarat seine „Besorgnis über jeden Versuch, die Mitgliedschaft in einer Einheit der Waffen-SS und die Kollaboration mit den Nazis zu rechtfertigen“.

Bezeichnenderweise stimmte auch die Linkspartei nicht gegen die Resolution und stellte sich damit hinter die Kriegspropaganda. Das kommt nicht überraschend. Ihre führenden Vertreter – wie der thüringische (West) Ministerpräsident Bodo Ramelow oder der (schwule) Berliner Bürgermeisterkandidat Klaus Lederer – trommeln für Waffenlieferungen an die mit rechtsextremen Kräften durchsetze ukrainische Armee und fordern sogar die Wiedereinführung der Wehrpflicht. [J. Stern Ws]



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coROMArresta VIII


Kunst von sc.Happy
inseriert: 20.03.20
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Alle Räder stehen still, weil Corona es so will. Vor zwei Tagen sind wir noch ausgebüxt und ins Zentrum gelaufen, um die Leere am Trevi-Brunnen zu genießen. Vorbei: Herumstromern und Spazierengehen verboten. Demnächst wird das wohl auch in Deutschland per Dekret durchgesetzt werden. Die Völker Europas unterm Coronabogen. Überall die gleichen Gebote und Maßnahmen gegen das Virus als gemeinsamen Feind. Vorbei die Zeiten der festen Gewohnheiten. Man umarmt sich in Italien nicht mehr, hält einen Meter Abstand, knurrt und bellt, wenn jemand zu nahe kommt. Wir Gäste der Villa Massimo sitzen in der roten Zone fest. Schneller als gedacht, beruhigen wir die Lieben daheim, wird es in ganz Deutschland wie hier in Rom zugehen. »VillArrest CoROMa« schreibe ich mit blutroter Tinte auf mein Tagebuch und notiere hinter den Mauern der Residenz, dass Bus oder Bahn nur noch fährt, wer das unbedingt muss. Der Rest läuft zu Fuß auf kürzestem Weg durch menschenleere Gegenden. Alle Läden, die nicht Lebensmittel verkaufen, sind dicht, auch Restaurants und Bars. Wir schleppen ein Papier mit uns herum: Name, Wohnort und zuständige Person für den Notfall. Auf Nachfrage der Polizei ist das zu zücken. Und man wird kontrolliert, muss mit Geldstrafen rechnen und damit, zum Zwangstest mitgenommen zu werden. Alle, die für kürzere Besuche in der Villa waren, sind rechtzeitig vor Einstellung des Flugverkehrs abgereist. Die Angestellten arbeiten von zu Hause aus, ohne Verdienstausfall. Sie üben auf engstem Raum Familienleben. Nur die Chefin ist noch bei uns, als Kapitänin an Bord. Wir hocken in unseren Studios und waschen die Hände, um uns vor uns selbst zu schützen. Die ewige Stadt ist so fern. Einmal am Tag treffen wir Stipendiaten uns im Garten mit reichlich Abstand zueinander, um das Neuste zu besprechen. Es ist stiller geworden, sagt einer. Es fliegen deutlich weniger Verkehrsmaschinen, vielleicht bald keine mehr, über das Gelände der Villa hinweg. Nur noch dieser Hubschrauber da, der den Tag lang schon über uns kreist.

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